Kapelle St. Ulrich

Ulrichskapelle

Bild von Hubert Echerer

Bei dem an der Straße von Inchenhofen nach Pöttmes führenden Straße, gelegenen, im Jahre 1494 geweihten Kirchlein, handelt es sich um einen von Strebepfeilern umgebenen Bau mit dreiseitigem Abschluss und einem schlanken, schräggestellten gotischen Sattelturm.

 

Das dem Augsburger Bistumspatron geweihte Kirchlein weist noch heute gotische Bauformen auf, vor allem die Strebepfeiler am Chor und am Langhaus. Auch das bei der Renovierung entdeckte Fries an den Wänden der Süd- und Nordseite stellt ein schönes Zeugnis aus der Zeit der Gotik dar.

 

Im 18. Jahrhundert wurde eine weitgehende Umgestaltung durch den Einbau barocker Fenster durchgeführt. Den reizvollen, feingegliederten Rokokoaltar schuf im Jahre 1769 der Schrobenhausener Kunstschreiner Anton Wiest. Dieser hatte auch den wunderbaren Hochaltar in der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Inchenhofen geschaffen.

 

Zu beiden Seiten des Altars finden sich zwei große Tafelbilder gleichen Stils, die die Heiligen Ignatius von Loyola und Franz Xaver darstellen. Auch die Bilder der Kreuzwegstationen und ein Kreuz stammen aus dieser Zeit. Die Muttergottesstatue auf dem Altar dürfte noch aus der vorigen Ausstattung stammen. Sie ist eine Kopie der echten spätgotischen Figur, die sich aus Sicherheitsgründen in Inchenhofen befindet.

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